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Das Soproner Weingebiet
Im Soproner Weingebiet dominieren entgegen der anderen Weingebiete Nordtransdanubiens die Rebsorten des Rotweins. Die Stadt der Treue hat eine starke Bindung zum österreichischen Burgenland und zum Weingebiet des Neusiedlersees, bedenken wir doch, dass die einstige historische Weingegend Sopron-Pozsony heute auf drei Länder, Österreich, Ungarn und die Slowakei verteilt ist. Das heutige Gebiet umfasst 1400 Hektar und hat zwei Kreise: Sopron und Kőszeg. Dank der Wasseroberfäche des Neusiedlersees verfügt dieses Gebiet über ein ausgeglichenes Klima, die Sommer sind etwas kühler und die Winter etwas milder als der Durchschnitt. Die Zahl der Sonnenstunden beträgt 1900 pro Jahr und es gibt viele Niederschläge. Die Weinstöcke befinden sich größtenteils an den sanften vom Nordwind geschützten Hängen, auf braunem Walderdboden, der sich auf dem Lößboden abgelagert hat, bzw. auf dem Sandboden neben dem Neusiedlersee.
Rebsorten/ Weine: Charakteristische Rotweine und temperamentvolle säurehaltige Weißweine bezeichnen die Weinherstellung. Heutzutage beginnt der Soproner Blaufränkische seinen alten Ruf zurückzugewinnen. Rebsorten: Kékfrankos (Blaufränkische), Zweigelt, Merlot, Kabernet Franc, Portugieser und der als Kuriosum geltende frühe Rote Veltelini bzw. der Chardonnay, Tramini, Grüne Veltelini. Siedlungen: Im Kreis Sopron: Fertőboz, Fertőendréd, Fertőrákos, Fertőszentmíklós, Fertőszéplak, Harka, Hidegség, Kópháza, Nagycenk, Sopron Im Kreis Kőszeg: Csepreg, Felsőcsatár, Kőszeg, Vaskeresztes Sehenswürdigkeiten: Der Fertő-Hanság Nationalpark und der Neusiedlersee sind mit ihren zauberhaften Naturschönheiten einer unserer Schätze. Das Schloss Eszterházi in Fertőd erwartet die Touristen in einer wundervollen Umgebung. In Fertőszentmíklós bietet der alte Steinbruch, heute ein Höhlentheater, jeden Sommer hochrangigen kulturellen Veranstaltungen ein Zuhause. Geschichte: Die Kelten haben in dieser Region die Weinkultur entwickelt. In der Römerzeit und im Mittelalter wurde die Stadt zu einem Handelszentrum, die Weine Transdanubiens verließen hier das Land. Die hiesigen Bürger gelangten durch den Weinanbau, die Weinherstellung und den Weinhandel zu Reichtum. Nach Abklingen des Reblaus- Befalls, im 19. Jahrhundert wurden hier die blauen Rebsorten angebaut. Nach der Wende wurde die Staatliche Genossenschaft, die für die Region sehr viel gatan hat, aufgelöst, ihre Fachleute gingen ins Ausland um dort Arbeit zu suchen, und die Region erlebte einen Niedergang. Zum Glück jedoch hat durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Sopron und dem Staat das Weingebiet erneut zu sich gefunden. Auch die alten Traditionen werden neu belebt: wenn vor dem Haus an einem Stock ein Tannenzeig angebracht ist, bedeutet das, hier wird Neuwein ausgschenkt, wenn ein Strohbündel darauf steckt, bedeutet es alter Wein.
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